Rohrbach ist am 16. Februar mit einer mehr als gelungenen Auftaktveranstaltung offiziell in das große Jubiläumsjahr gestartet. Zahlreiche Bürger waren in die Turmberghalle gekommen, um gemeinsam zu feiern, auf 1.150 Jahre Rohrbach anzustoßen und in die Geschichte ihrer Heimatgemeinde einzutauchen. Der Abend begann mit den kurzweiligen Ansprachen von Rohrbachs Bürgermeister Peter Keck, des Schirmherrn Dr. Franz Edler von Koch und des Landrats Martin Wolf, die Rohrbach und seinen Bürgern ihre Glückwünsche zum Jubiläum aussprachen. Im Anschluss folgte ein ausführlicher historischer Exkurs von Ortschronist Hermann Schwarzmeier.

Peretkund lebt!

Lebendig wurde Rohrbachs Geschichte an diesem Abend, als eine Schauspieltruppe in historischen Gewändern an den Besucherreihen vorbei in die Turmberghalle einzog. In der ersten Szene übergab die Nonne Peretkund ihre Ländereien in Rohrbach, Rudlfing und Pitten in der Ostmark an den Freisinger Bischof Anno. In der zweiten Szene wurden die Besucher Zeugen des Königsgerichts zu Baden. Graf Kundhari, der Neffe der Peretkund, hatte ihren Besitz und somit die Schenkung in Frage gestellt. Die Zeugen sagten unter Eid für Peretkund aus und sie bekam Recht. Hans Vachal, der die Eröffnungsfeier federführend organisiert hatte, bedankte sich im Anschluss herzlich bei Anita Promberger und Gudrun Küster vom Theaterspielkreis Pfaffenhofen, die bereitwillig Drehbuch und Regie übernommen hatten.

Unverzichtbares Engagement

Nach einer musikalischen Einlage der beeindruckenden realtime Music Big-Band wurden zahlreiche Bürger geehrt, die sich langjährig ehrenamtlich engagiert haben. Bürgerliches Engagement sei unverzichtbar, hob Bürgermeister Peter Keck hervor. Vereine böten heutzutage einen wichtigen Ausgleich zu PC, Facebook, TV & Co., so der Bürgermeister weiter. Drei Mannschafts- und 30 Einzel-Ehrungen wurden vorgenommen.

Spektakulärer Ausklang

Begeisterung im Publikum rief nicht zuletzt der mitreißende Auftritt der Eschelbacher Schäffler hervor. Zur traditionellen Schäffler-Musik schwangen die Burschen ihre Bögen und sorgten für gute Stimmung. Einen würdigen Abschluss fand die Eröffnungsfeier in einer faszinierenden Feuershow. Vor der Turmberghalle zeigten die drei Feuerkünstler ihr Können und spuckten Feuer, tanzten mit brennenden Hula-Hoop-Reifen und balancierten Fackeln.