In unserer modernen, technologisierten Welt gibt es kaum Platz für altes Handwerk – viele traditionelle Berufe drohen auszusterben. Auf unserem Bürgerfest können Sie althergebrachte Handwerkskünste erleben und den Handwerksmeistern bei ihrer Arbeit über die Schulter sehen. 

Papierhandschöpfen

Um Papier zu schöpfen, braucht es nicht viel: Schöpfbütte und -sieb, Filze, eine Presse, Wäscheleinen zum Trocknen und vor allem geschickte Hände. Peter Holzmayr aus Schrobenhausen ist gelernter Papiermachermeister und praktiziert historisches Papierhandschöpfen. „Die Techniken haben sich seit dem Mittelalter nicht wesentlich verändert“, berichtet der 28-Jährige, der die Besucher gerne an seinem Wissen rund ums Papier teilhaben lässt. Bei Peter Holzmayr muss man nicht nur zusehen, sondern kann auch sein eigenes Blatt Papier herstellen und getrocknet mit nach Hause nehmen.

Freihandschmieden

An Georgs Schmiede entstehen vor den Augen der Bürgerfest-Besucher allerlei Gebrauchsgegenstände wie Messer, Gabeln, Haken, Korkenzieher etc. geschmiedet. Für Kinder bereitet der Schmied kleine Glückshufeisen als Andenken vor – die Glückspunkte dürfen die kleinen Handwerker mit dem Körner selbst klopfen. Jedes Stück ist ein Unikat, da Georg von freier Hand und ohne Schablonen schmiedet. Die Werkstatt ist eine historische Schmiede aus dem 9. Jahrhundert. 

Flechtwerkstatt

Das Handwerk des Korbflechters gehört zu den ältesten in der Geschichte der Menschheit. Früher beherrschten viele Menschen und vor allem Bauern das Flechten einfacher Weidenkörbe, doch heute ist diese schöne Handwerkskunst nahezu in Vergessenheit geraten. Mit Dieter Eck aus Wiesenfelden in Niederbayern hat Rohrbach zum Bürgerfest einen gelernten Korbflechter zu Gast. Mit flinken Fingern und nur wenigen Werkzeugen verarbeitet er Weide zu schicken Körbe. „Grundsätzlich arbeite ich noch so wie im Mittelalter“, erzählt Dieter Eck.