IMPRESSIONEN VON UNSEREM MITTELALTERFEST am 20./21. Juli 2019

GRUẞWORT DES SCHIRMHERRN

Man sieht Sie unserem Rohrbach nicht überall an, die 1150 Jahre Geschichte. Rohrbach ist ein moderner Ort geworden
und nicht alle baulichen Zeitzeugen haben die Jahrhunderte überdauert. Seit 203 Jahren begleitet unsere Familie die Geschicke Rohrbachs und konnte diese auch immer wieder aktiv mitgestalten. Dies waren nicht die ruhigsten Jahre in der langen Geschichte unseres Ortes. Die Wirren von Nationalismus und Nationalsozialismus, die auch an Rohrbachs Ortsgrenzen nicht haltmachten. Zwei Weltkriege mit unzähligen Verlusten aus unserer Mitte. Nach dem 2. Weltkrieg wandelte sich Rohrbach, wie ganz Bayern, von der hauptsächlich landwirtschaftlich geprägten Kulturlandschaft, zu einer Industriell und technisch führenden strukturstarken Region. Die Aufnahme von Vertriebenen aus den ehemals deutschen Ostgebieten stellte insbesondere Bayern vor neue Herausforderungen. Rohrbach war in den darauffolgenden Jahren ein wunderbares Beispiel für die gelungene Integration dieser Familien.

Die jüngste Zeit hat ganz neue aber auch wiederkehrende alte Herausforderungen parat. Für unsere Familie ist, nach der Renovierung des Schlosses durch meine Großeltern in den 80er Jahren, der Erhalt der Historischen Wirtschaftsgebäude auf dem Schlossgelände drängend. Rohrbach selbst wird zunehmend Teil der Metropolregion München was für die Bewohner und Ihren Zusammenhalt prägend sein wird. Diesen Wandel aktiv zu gestalten so dass Rohrbach für alte und neue Rohrbacher lebenswert ist muss unser Ziel sein.
Ich gratuliere Rohrbach und seinen Bewohnern ganz herzlich zu diesem Jubiläum. Der historische Ortskern mit unserem Familienbesitz ist für uns Freude und Aufgabe, die wir auch in den kommenden Jahrhunderten gerne übernehmen wollen.

Dr. Franz von Koch jr.
Schirrmherr 1150-Jahrfeier

GRUẞWORT DES LANDRATS

Rohrbach feiert 2019 mit mehreren Veranstaltungen und einem großen Festwochenende sein 1150-jähriges Bestehen. Zu diesem außergewöhnlichen Jubiläum überbringe ich die herzlichsten Glückwünsche des Landkreises Pfaffenhofen und all seiner Bürgerinnen und Bürger. Mit der ersten urkundlichen Erwähnung von 869 ist Rohrbach eine der ältesten Ansiedlungen in unserer Heimat und kann damit auf eine lange geschichtliche Tradition zurück blicken. Wie jeder ältere Ort hat auch Rohrbach in den vergangenen Jahrhunderten Freud und Leid in wechselvoller Fülle zugeteilt erhalten. Immer wieder haben die Rohrbacher in ihrer langen Geschichte die Bereitschaft und die Fähigkeit bewiesen, die Angelegenheiten ihres unmittelbaren Lebenskreises selbst zu gestalten. Schloss und Kirche waren in den vergangenen Jahrzehnten Marksteine des Ortes. Die Gemeinde Rohrbach und ihre Bürgerinnen und Bürger können wahrlich stolz darauf sein, wie sie ihre Geschichte während des gesamten Jubiläumsjahrs leben. Die geplanten Veranstaltungen zeigen auch, dass sich die Rohrbacher mit ihrem Herzen zu ihrem Heimatort bekennen und sich der historischen Bedeutung ihres Gemeindesitzes bewusst sind. Mein Dank gilt vor allem den Mitgliedern der Arbeitsgruppe „1150-Jahrfeier“ für die ansprechende Gestaltung des Festes. Sie haben sich in den letzten Wochen und Monaten in zahlreichen Sitzungen zusammengefunden, um den Geburtstag mit einem vielseitigen und ansprechenden Programm zu begehen. Danken möchte ich auch den vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern, die mit viel Gemeinschaftssinn zum Gelingen der Veranstaltungen und des Festwochenendes beitragen. Allen Gästen der Feierlichkeiten wünsche ich schöne und unterhaltsame Stunden bei ihrer „Zeitreise“ in Rohrbach sowie den Bürgerinnen und Bürgern einen unvergesslichen Geburtstag.

Martin Wolf
Landrat

GRUẞWORT DES BÜRGERMEISTERS

Liebe Rohrbacher,
herzlichen Glückwunsch zu unserem Jubiläum! Vor 1150 Jahren wurde unser Ort erstmalig in einer Schenkungsurkunde der Nonne Peretkund schriftlich erwähnt. Seine Wurzeln dürften indes noch weiter zurückgehen. Eine wahrhaft beeindruckende Zeitspanne, die uns stolz auf die Ortsgeschichte und die Entwicklung von Rohrbach und seinen „Rohrbekhern“ blicken lässt. Denn es sind Menschen wie Sie und ich, die Rohrbach mit Gemeinsinn, Engagement und gewiss auch persönlichen Opfern zu dem lebenswerten Kleinzentrum gemacht haben, als das es sich heute präsentiert. Angesichts der beeindruckenden Zeitspanne vom beginnenden Mittelalter bis zur digitalisierten Gesellschaft unserer Tage lohnt es sich, in den reichen Schatz der Rohrbacher Geschichte zu blicken. Über das ganze Jahr 2019 hinweg bietet unser Veranstaltungskalender deshalb eine Fülle von geschichtlichen und kulturellen Schmankerln für Jung und Alt. Seinen Höhepunkt findet der Veranstaltungsreigen am 20.–21. Juli mit einem zweitägigen Fest auf dem Rathausplatz.

Mein Dank gilt den örtlichen Vereinen, den beteiligten Projektgruppen und der Arbeitsgruppe „1150-Jahr-Feier“ sowie allen, die sich in mannigfaltiger Form an unserem Jubiläum beteiligen. Nicht zuletzt danke ich der Familie von Koch für die Übernahme der Schirmherrschaft sowie unserem Ortschronisten Hermann Schwarzmeier, der die Geschichte der Gemeinde in seiner zweibändigen Ortschronik für uns und die Nachwelt festgehalten hat. Durch seine Recherchen konnte die erste urkundliche Erwähnung des Ortes belegt werden. Freuen wir uns also über das Jubiläumsjahr und die damit verbundenen Veranstaltungen. Ich lade Sie herzlich ein, in die Rohrbacher Geschichte einzutauchen!

Peter Keck
1. Bürgermeister

GRUẞWORT DES KATHOLISCHEN PFARRERS

Sehr geehrte Leser dieser Festschrift, liebe Rohrbacher, blickt man auf die über 2000-jährige Geschichte unseres
christlichen Glaubens, so mögen 1150 Jahre Rohrbach geradezu unscheinbar wirken. Das Sprichwort „Man muss die Feste
feiern, wie sie fallen“ kommt mir dabei in den Sinn – und 1150 Jahre sind wahrlich Grund genug für ein kurzes Innehalten und Danksagen für all jene Umstände, die uns heute als Rohrbacher stolz zurückblicken lassen. In den mittlerweile zwei Jahren, während denen ich Sie als katholischer Pfarrer offiziell in den Pfarreien Rohrbach, Rohr und Fahlenbach begleiten darf, habe ich die Gemeinde und ihre Bewohner als engagierte, hilfsbereite und humorvolle, wenn auch manchmal etwas starrsinnige Menschen kennengelernt – Hallertauer eben. Sie waren und sind es, die aktiv an der über tausendjährigen Geschichte Rohrbachs mitschreiben. Nicht ohne Stolz kann ich sagen, dass die Rohrbacher dabei immer in enger Verbundenheit mit der Kirche und allgemein dem christlichen Glauben handelten. Der imposante Kirchenbau „Verklärung Christi auf dem Berge“ ist seit mehr als 50 Jahren der sichtbarste Beweis dafür. Das 1150-jährige Bestehen der weltlichen und geistlichen Gemeinde in Rohrbach verstehe ich weniger als bloße Rückschau, sondern vielmehr als Auftrag für die Gegenwart und Zukunft. Mit Besonnenheit, Gemeinsinn und Tatkraft gilt es, unseren Ort mit seinen Menschen kontinuierlich weiterzuentwickeln, sodass er eine echte Heimat für seine Bewohner ist und bleiben wird. Dabei hilft uns auch ein gesundes Maß an Gottvertrauen. Auch die kirchliche Gemeinde trägt mit Ausstellungen, Konzerten und weiteren Veranstaltungen zur kulturellen Belebung des Jubeljahres bei. Dazu lade ich Sie herzlich ein und danke allen Organisatoren und Mitwirkenden, die
dieses große Fest erst ermöglichen.

Abbé Andre Latyr Ndiaye
Pfarrer

GRUẞWORT DES EVANGELISCHEN PFARRERS

Liebe Bürgerinnen und Bürger von Rohrbach, liebe Mitchristen!
Ein Jubiläum ist was zu feiern, ist etwas, was Freunde macht und worauf man stolz sein kann. Ein Jubiläum feiern wir nicht alle Tage. 1150 Jahre! Vor 1150 Jahren wurde Rohrbach an der Ilm zum ersten Mal urkundlich erwähnt. 1150 Jahr und sicherlich noch länger – denn die Ansiedlung gab es wohl bereits vor der Urkunde – haben hier Menschen gelebt: haben Kinder gespielt, Erwachsene ihren Lebensunterhalt erarbeitet, wurde gelacht, gesungen, getanzt, geliebt – und wahrscheinlich auch gestritten und geschimpft. Ganz normale Menschen in einem ganz normalen Leben. 1150 Jahre Geburten und Taufen, Heranwachsen und Heiraten, Altwerden und Sterben. Wir erinnern uns konkret oder allgemein unbekannt an die Menschen, die uns unseren Lebensraum „Rohrbach“ vorbereitet haben. Wir gestalten ihn zurzeit für uns, die wir hier leben. Und haben den Anspruch, ihn unseren Nachkommen bestens zu hinterlassen – zumindest für die nächsten 1150 Jahre.
Im Namen der evangelisch-lutherischen Gemeinde gratuliere ich allen, die dieses Jubiläum feiern; die Veranstaltungen vorbereiten und durchführen, die teilnehmen und mitmachen, die sich anstrengen, engagieren, und allen bewusst machen, dass unser Zusammenleben, unsere Ortsgemeinschaft nur durch den Einsatz konkreter Menschen zu einem feiernswerten Gemeinwesen wird.

Das Jubiläum ist auch den Mitgliedern der evangelischen Gemeinde Grund zur Freude und zum Feiern, zugleich aber Anspruch und Verpflichtung, sich einzubringen in den Ort Rohrbach und ihn zu einem lebenswerten und liebenswerten Ort zu machen.

Michael Baldeweg
Pfarrer